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Die Theorie: Steuersenkungen bewirken Wirtschaftswachstum

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Die Idee: Die Konsumenten geben mehr Geld aus, die Unternehmen investieren mehr. Die verlorenen Steuergelder werden durch den so ausgelösten Boom mehr als nur wieder hereingespielt Sogar die NZZ sagt dazu: Dieser Glaube "zeugt von einer gewissen realökonomischen Naivität".

Die Realität: Unternehmen kaufen eigene Aktilen auf, streichen steuerfreie Kapitalgewinne ein und investieren in die Wegrationalisierung von Arbeitsplätzen. Betuchte suchen kannibalistisch irgendwo auf der Welt die grösstmögliche Rendite für ihr wachsendes Vermögen. Es kommt nicht von ungefähr, dass vor einigen Jahren erstmals auf der Welt mehr Kapital- als Arbeitseinkommen "verdient" wurde. - Und der weniger Betuchte? Wegen der Sparmassnahmen der öffentlichen Hand aufgrund der ausgemagerten Steuereinnahmen - aktuelles Beispiel: neue Spitalfinanzierung - zahlt er mehr Gebühren und KK-Prämien und muss Leistungen einkaufen, die früher zum service public gehört haben; sein Steuergewinn wir dadurch mehr als aufgebraucht.

Die Folge: Steuersenkungen sind immer Umverteilung von unten nach oben!

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